(regen)erativer Lauf

Eigentlich wollten Marco und ich Heute unsere nächsten Wechselintervalle auf dem Rad absolvieren. Doch nachdem schon nachts die ersten Regentropfen fielen, öffneten sich heute Morgen die Schleusen und ließen selbst unser Lauftraining auf der Kippe stehen.

Auf dem Weg nach Haibach goß es in Strömen, so daß ich erst einmal im Auto sitzen bleiben mußte. Doch meine Zeit war nicht unbegrenzt, denn schließlich wartete noch ein Spätdienst auf mich, den ich um 13:00 Uhr beginnen mußte. Also hieß es raus aus dem trockenen Auto und rein ins nasse Vergnügen.

Wir hatten uns auf einen regenerativen langen Lauf im porfilierten Gelände entschieden und schafften es eine Runde von 28km zu finden, die keine 100m am Stück ohne Steigung aufwies. Die ersten Kilometer verliefen noch auf Asphalt, aber spätestens ab Dörrmorsbach durften sich unsere Schuhe im tiefen Geläuf der Spessartausläufer rund um die Hohe Warte austoben.

Der Geräuschpegel im Wald war dank der dichten Belaubung berauschen und hielt die gröbste Nässe von uns ab. So war es mehr unser Schweiß der zu fließen anfing, war doch unser Training mehr anstrengend als wir eigentlich eingeplant hatten.

Nachdem wir von einigen Autos fast auf die Motorhaube genommen worden wären – schon irre, da fährt man ca. 15000km im Jahr auf der Straße und dann wird man im tiefsten Wald von einem Auto überfahren – hatten wir das gefährlichste hinter uns gebracht. Jetzt mußten wir nur noch die Höhenmeter überleben und die richtigen Abzweigungen erwischen und schon waren wir wieder auf dem Rückweg vom Heimather Hof.

Die Anstiege wurden immer zäher und ich war froh, den schwersten Anstieg zum Sender hinter mich gebracht zu haben. Danach zog Marco noch einmal das Tempo an, um die Bewegungsstrukturen aufzulockern, die am Ende unserer Einheit eher dem Gehumpel von Soldaten auf dem Weg in ihre Kriegsgefangenschaft ähnelten, als dem geschmeidiger Laufbewegungen aktiver Triathleten, die sich auf dem Weg zu ihrem zweiten Saisonhöhepunkt befinden.

Am Ende lagen 28km hinter uns, im profilierten Gelände mit tiefem Geläuf für die wir 2:22h benötigten. Wir können auch langsam, dafür stehen wir mit unserem Namen.

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