starker Seegang

Wie doch ein paar Windstärken ein ruhiges Schwimmbecken in eine rauhe See verwandeln können. Und dabei war ich im eh schon sanfteren Kinderbecken. Der Wind setzte die Wasseroberfläche dermaßen in Bewegung, daß man das Gefühl hatte mit Strömung und leichtem Wellengang zu schwimmen.

So gab es bei meinem Schwimmtraining immer eine leichte und eine schwere Bahn, bei der mir der Wind heftig die Gischt ins Gesicht drückte und ich froh war mit meinem Neopren unterwegs gewesen zu sein. Keine Ahnung, wie die anderen Badegäste und Schwimmer ohne diesen Gummischutz die Auskühlung ertragen konnten, denn trotz 5mm Schutzhülle spürte ich den scharfen Wind, wie er immer wieder an meinen Ärmen zerrte.

Dabei hatte ich Heute ein ziemlich gutes Wassergefühl und immer den richtigen Griff ins Wasser, so daß ich während der ersten Bahnen entschied, meine geplanten 3000m an einem Stück zu absolvieren. Zu der Zeit waren kaum Wolken am Himmel so daß auch meine Kleider ungeschützt am Beckenrand aufgereiht lagen.

Nachdem ich für die ersten 1000m recht zügig  17:20min benötigte, waren die nächsten 1000m mit 17:05min noch etwas schneller und das bei den schon angesprochenen erschwerten Bedingungen. Mittlerweile waren dunkle Wolken aufgezogen und meine Bedenken mehrten sich, daß ein Regenschauer meine Planung vorzeitig zunichte machen könnte.

Mit Argusaugen konzentrierte ich mich darauf, die Wasseroberfläche zu beobachten, um rechtzeitig meine Sachen ins Trockene retten zu können, denn ich hatte keine Lust auf nasse Klamotten. So war ich bemüht, die letzten 1000m schnell und im trockenen zu beenden, klingt komisch, ist aber so.

Die Technik blieb gut und auch das anfängliche Wassergefühl hielt sich konstant so daß die abschließenden 1000m mit 16:40min die schnellsten waren. Das war aber auch gut so, denn kurz nachdem ich mich aus meinem Gummi geschält hatte und unter der Dusche stand, fielen schon die ersten Regentropfen vom Himmel.

Mit großer Eile zog ich mich um und lief raschen Fußes zu meinem Auto, als auch schon der Himmel seine Schleusen öffnete und alles blitzschnell unter Wasser setzte. Glück gehabt, ich saß im Trockenen und konnte zufrieden nach Hause fahren.

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