3:15h für die Jungfrau

Wahnsinn, Heute muß ich die ersten Zeilen meines Blogs Tobi(as) Hegmann, einem Sportler aus unserer Region widmen, den viele von euch sicherlich schon kennen oder etwas über ihn gelesen haben. Wenn nicht ist es ab der gestrigen Leistung eure Pflicht,  ihn kennen zu müssen.

Grund dafür ist seine Teilnahme beim Jungfrau Marathon am Samstag, bei der er mich und den Rest der Welt in fassungsloses Staunen versetzt haben dürfte. Seine Zeit von 3:15,45h, die selbst für ihn eine Überraschung war – so steht es in seinem Blog – bedeuteten Gesamtrang 12 und zweitbester Deutscher. Nochmals Gratulation von hier aus für diese wahnsinnige Leistung.

Wenn man dann noch sieht, daß kein geringerer als David Karl – Dritter der diesjährigen deutschen Marathonmeisterschaften in Mainz mit 2:23h – der vor ihm laufende Starter war und wie kanpp dieses Duell mit 3:15,10h ausgegangen ist, können wir uns auf ein spannendes Rennen von Tobi beim Marathon in München freuen.

Da relativieren sich plötzlich die eigenen Tempi und Zeitvorgaben, aber es hat halt jeder von uns seine eigenen Leistungsgrenzen und die werden bei langen intensiven Einheiten immer am deutlichsten.

So zeigte sich auch bei unseren langen Lauf, den wir um 9:30 Uhr starteten, das man mit unterschiedlichen Puls und Laktatwerten unterschiedlich schnell laufen kann, es sei denn man will das Risiko eingehen, als Urknall zu landen und wie eine Bombe zu explodieren.

Zuerst waren aber drei gemütliche Kilometer angesagt, die mit 5:00min-4:30min-4:12min schon zeigten wo die Reise hingeht. Dann gab Marco und Thomas vorne Gas und das Tempo lag bei 3:58-4:02min/km. Da in diesem Abschnitt einige Höhenmeter zu bewältigen sind, lagen meine Pulswerte ganz schnell über 175bpm und dem enstsprechend fühlte sich mein Körper an.

Mit festen Beinen und harter Atmung hechelte ich hinterher und erkannte sehr schnell, daß dieses Tempo für 4x5km für mich Heute zu schnell sein dürfte. So lies ich ein paar Meter Abstand zu den beiden und lief mit Marcel an meiner Seite mit 4:05min/km etwas langsamer als geplant, aber dafür deutlich kontrollierter. Helga stellte somit die Begleitung für Marco und Thomas und Manfred blieb mit unseren Wasserflaschen bei Marcel und mir.

Die beiden Pausenkilometer nutzen wir für Verpflegung und mit 4:58min und 4:30min war auch unser Tempo deutlich langsamer. Die ersten 10km absolvierten wir in genau 45:00min und der zweite Abschnitt begann. Mit gleichmäßigen Tempo von 4:10min/km fand ich endlich zu einem harten aber kontrolliertem Rhythmus und so waren auch die 30km überschauberer. Kurz vor unserer Wende kam Thomas aus einem Gebüsch, der anscheinend etwas von dem zu vielen Ballast entsorgen musste.

Marco lag da schon fast 500m vor uns. Wir wendeten bei 15km (1:06,25h), Thomas lief 16km und Marco sogar 17km bevor sie zu ihrem Rückweg antraten. Nach dem wir unsere Gels und Isogels aufgenommen hatten und die lockeren Kilometer mit 5:00min und 4:40min fast identisch zu den vorherigen waren, starteten wir unseren dritten Abschnitt mit den schnellen 5km und auch die verliefen wieder sehr gleichmäßig und unser Tempo lag meist bei 4:08min/km.

Langsam waren auch wir nicht unterwegs. Die zweiten 10km waren mit 43:00min schneller als die ersten und die 20km Marke passierten wir in 1:28h. Beim letzten Pausenabschnitt war die Erholung nur noch unvollständig und trotz 4:45min und 4:35min ging mein Puls nicht unter 170bpm.

So war der letzte Abschnitt ziemlich anstrengend, zumal der erste Kilometer hoch zum Wasserwerk anstieg. Mehr als 4:17min war für dieses Teilstück nicht möglich aber danach pendelte sich das Tempo wieder auf 4:10-4:12min/km ein. Ich war froh, als unser letzter schneller Abschnitt endlich zu Ende war und die Idee, Marco und Thomas noch zum Auslaufen entgegen zu laufen, ließ ich ganz schnell wieder fallen.

Der eine Kilometer zum Auslaufen reichte völlig aus und mit knapp 2:10h im Ziel  waren die letzten 10km mit 42:00min die schnellsten. Marco kam nach 34km in 2:20h zum Parkplatz und Thomas war mit 32km in 2:20h auch dicke dabei. Dabei war ihm am Ende aber etwas Farbe aus dem Gesicht gewichen.

Hoffentlich ist er bis zum Dienstag Abend bei unserem Lauftreff wieder erholt, denn da wartet schon die nächste harte Aufgabe auf uns.

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