Kältetherapie

Trotz schwächelnder Form bin ich am gestrigen Abend wieder meiner spontanen Eingebung gefolgt und einem Nachtdienst, mittlerweile meinem achten in diesem Monat. Ob es der Performance förderlich ist sei dahin gestellt, den Patienten hat es zumindest nicht geschadet.

Marcos letzter Tag vor dem Abflug ist Ruhetag und so ging ich ohne schleches Gewissen heute Morgen für ein paar Stunden in mein Bett, um dem leicht angegriffenen Körper etwas Erholung zu geben. Danach wagte ich noch einmal einen Gang ins Freibad und erprobte die Härtequalitäten meines Neoprens.

Bei knappen 20° Grad Wassertemperatur waren die 5mm Gummianzug aber auch mehr als nötig. Keine Ahnung wie die anderen Badegäste diesen Bedingungen trotzen konnten. Ich für meinen Teil war Heute bestens ausgestattet und so waren die 3x1000m gerade richtig, um meine kleinen Erkältungsgeister zu verärgern und in die Flucht zu jagen.

Am Abend nahm ich noch einmal meine Beine in die Hand und lief einen lockeren 8km Lauf. Ob morgen Abend der Dienstag Lauftreff zu verantworten ist, werde ich erst morgen früh entscheiden.

Morgen ist es endlich soweit. Marco wird mit Jeanette in den Flieger steigen und  einmal über die halbe Weltkugel fliegen. Dann wird er wieder den Boden betreten, wo seine Träume lebendig werden, wo er sich am Ziel seiner Träume wähnt, wo die ganze Fülle an Schmerzen und Entbehrungen vergessen sind.

Wo einem wie ich vermute von morgens bis spät in den Abend hinein ein breites Grinsen ins Gesicht gezimmert ist. Wo man, egal an welchem Ort man sich befindet, den ultimativen Hauch des Triathlonsports spürt.

Wo man in eingeübter Aeroposition einschläft und mit emporgerissenen Armen, des Sieges sicher, schweißgebadet aufwacht, mit dem leicht beklemmenden Gefühl, die langen Qualen noch vor sich zu haben.

Marco ist zurecht wieder auf Big Island angekommen, der Ort wo wahrlich nur die besten der Besten, die sich über harte Qualifikationsnormen die Teilnahme hart erkämpft haben, sich am Ende des Jahres dem ultimativen Show Down stellen, den der Triathlonsport zu bieten hat.

Genug der vielen Worte – die Fans werden mit dir sein und dir die Daumen drücken, allen voran meine Wenigkeit, die am besten beurteilen kann, wie viel Arbeit in unserem Sport stecken kann.

Stay strong – keep going – and do a good job.

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