WLS Goldbach 2009/2010 (2)

Knapp daneben ist eben auch vorbei, aber mit 40:06min liege ich meinem erklärten Ziel die 40:00min Marke in diesem Jahr zu knacken schon deutlich näher. Warum es letztendlich für die fehlenden 7sek nicht gereicht hat, ist müßig zu forschen. Die Kraft hat hinten raus beim letzten Berg einfach nicht mehr gereicht, so einfach ist die Antwort.

Auf der Zielgeraden   Zieleinlauf   Erholung im Ziel

Heute morgen war mein Gefühl trotz Nachtdienst, MAS und Schwimmtraining mit Marcel am Vorabend deutlich besser als letzten Sonntag. Meine Vorbereitungen waren die gleichen, bis 8:00 Uhr im Bettl liegen bleiben, kurze Morgentoilette, zwei Tassen Kaffee, Wettkampfkleidung anziehen, Jacke und Hose oben darüber und schon saß ich im Auto und sammelte meine Mitfahrer ein.

Heute war noch Martina mit an Bord und so war unser Auto gut ausgelastet. Um 8:45 Uhr waren wir in Goldbach und hatten noch genügend Zeit uns für den Start vorzubereiten. Ich hatte mit Abdel eine kleine Vereinbarung getroffen, daß er mich heute begleiten würde und so liefen wir uns auch schon gemeinsam ein. Mario Höllstin, Marco Bischof und Stefan Keller schlossen sich uns an und gemeinsam testeten wir schon mal vorab unsere Bergqualitäten am ersten richtigen Anstieg.

Danach ging es rasch zum Start zurück, um noch Kleidung abzulegen, denn es war heute für November mit 10° Grad doch ordentlich warm. Dann kam der Startschuß und schon stürmten über 700 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke, die auf einige matschige Passagen sehr gut zu laufen war.

Auf den ersten Metern hatten wieder alle um mich herum den Gashahn ordentlich aufgedreht und so versuchte ich erst einmal in aller Ruhe das richtige Tempo für mich zu finden. Abdel war gleich einige Meter voraus und so hatte ich nie richtigen Kontakt zu ihm. Trotzdem fand ich gut ins Rennen und lief den ersten Kilometer in 3:50min. Danach kam der erste Berg und die Schleife nach Unterafferbach und der zweite Kilometer mit 4:10min deutlich langsamer.

Begegnung auf dem Weg zurück mit den anderen Teilnehmern machte ein Überholen nicht möglich und so steckte jeder in seiner Position fest, bis es wieder auf breiteren Wegen besser lief und ich einige Plätze gut machen konnte. Der dritte Kilometer war flacher und mit 4:00min wieder schneller und ich spekulierte schon mit einer sub40:00min. Der vierte Kilometer mit einem heftigen Anstieg war mit 4:01min immer noch ausreichend schnell, doch der fünfte schlug mit 4:24min wieder heftiger ins Kontor.

Beim letzten Lauf lag ich bei der Hälfte bei 21:02min und heute bei 20:25min, also schon mehr als eine 1/2min aufgeholt. Die zweite Hälfte ist bekanntlich schneller und die lief ich letzten Sonntag in 19:35min. Also waren die sub40:00min immer noch im Bereich des möglichen. Kurz nach der Hälfte lief ich auf Mario und Sven Lang (TG Stockstadt) auf und ermunterte sie auf, sich an meine Fersen zu heften und gemeinsam die nächsten Kilometer zu absolvieren.

Bergauf erwies ich mich als Zugtier und bergab klemmte ich mich an meine Begleiter. Die waren froh, einen Motivator an ihrer Seite zu wissen. Der sechste Kilometer mit Begegnung mit der Spitzte – Tobi Hegmann wer sonst – in 4:16min und der siebte Kilometer mit 3:51min waren eher flach, bevor es zu langen Bergabpassage ging, in der ich den achten Kilometer in 3:28min laufen konnte. Hier kam ich Abdel, meinem Zugläufer auch wieder deutlich näher, der seine entszündete Achillessehne mehr spürte als ihm lieb war und das Tempo rausnehmen musste.

Nachdem wir unten die scharfe Linkskurve gemeistert hatten, kam der fiese letzte längere Anstieg den wir wieder hochlaufen mussten. Beim neunten Kilometer zeigte mir mein Garmin 4:12min und die Gesamtzeit betrug bis dahin 36:17min. Knappe Angelegenheit mit meinem Vorhaben schoß es mir durch den Kopf, zumal es noch zwei Anstiege gab die es zu meistern galt.

Den ersten konnte ich mich und meine Mitstreiter noch motivieren, doch oben auf der langen Geraden vor zur Straße mußte ich beißen um an Sven und Mario dranbleiben zu können. Nach dem wir die Straße überquert hatten, lag nur noch eine kurze Strecke bergauf zwischen uns und der Zielgeraden, doch die hatte es heute in sich, so erlebte ich es zumindest. Feste Beine, kurze Schritte meinerseits und schon hatten sich Mario und Sven einige Meter von mir absetzen können.

Diese Lücke konnte ich nicht mehr schließen. Mit ständigem Blick auf die Uhr – gober Fehler – stolperte ich dem Ziel entgegen und so sah ich nur noch, wie die beiden die 40:00min schrammten und ich mit 40:06min die Ziellinie überquerte.Der letzte Kilometer – mein Garmin zeigt hier nur 970m – lief ich heute in 3:49min. Letzten Sonntag lief ich diesen Abschnitt in 3:29min. Hier ließ ich sage und schreibe 20sek auf der Strecke. Trotzdem war ich nicht entäuscht, sondern zufrieden, meine Zeit um 31sek verbessern zu können. Aber heute reichte die Zeit nur für den vierten Platz  AK 40 und Platz 22 Gesamt bei 726 Teilnehmern.

Mario (39:59min) und Sven (39:58min) konnten die 40:00min knacken, was ich mir für das nächste mal wieder vornehmen werde. Paul (40:06min) lief heute mit Marco und der hatte mit 44:02min seine Zeit auch verbessern können. Martina war mit ihren 1:00,32h im Soll und kam mit einem schönen Lächeln ins Ziel gelaufen.

Über 700 Teilnehmer am Start, Goldbach ist zu einer Institution geworden, an der ich nächsten Sonntag gerne wieder teilnehmen werde.

Da heute absolut gutes Wetter herrschte, nahm ich die Gunst der Stunde in die Hand und fuhr noch 2h mit dem Rennrad meine Muskulatur locker. Ab Morgen soll Regen das Wetter bestimmen und für Dienstag sind 20° Grad gemeldet. Bin gespannt, ob einer beim Dienstaglauftreff in kurzen Hosen kommt. 

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