Wenn Wasser brennt

Letzten Montag spürte ich meine Beine deutlich mehr. Heute hatte ich eigentlich überhaupt keinen Muskelkater was schon deutlich für eine Anpassung an die Strecke in Goldbach spricht. So war mein Körper schon wieder bereit für ein neues Abenteuer, was in Form eines Schwimmtrainings mit Marcel und Marco auf mich wartete.

Um 9:30 Uhr trafen wir uns im Aschaffenburger Schwimmbad. Ich war natürlich wieder 10min zu spät und so mußte ich meine 200m zum Einschwimmen alleine absolvieren. Danach kamen 6x100m Technikprogramm bevor wir eine Pyramide starteten. Es sollten 1x400m, 2x200m, 4x100m und 8x50m geschommen werden. Doch nach den ersten 400m mussten wir einer Schulklasse weichen und auf die letzte Bahn überwechseln, in der sich auch die restlichen Badegäste aufhielten.

So starb unser so hoffnungsvoll begonnenes Programm in einer total überfüllten Bahn, auf der sich die anderen Schwimmer, wenn man sie so nennen mag, ohne irgend ein erkennbares Konzept verhielten. Keine Ahnung wie man in dieser Situation noch rückwärts schwimmen kann, mit weit ausholenden Bewegungen und ohne Rücksicht auf die anderen.

So war es abzusehen, dass passierte was passieren mußte. Bei der ersten Begegnung mit einem dieser Querulanten kam es zu einer Schlägerei, bei der Marcel ohne Vorahnung einen Faushieb ins Gesicht bekam. Vorbei war es ab hier mit unserer Absicht ganz vernünftig an der Leine entlang zu schwimmen. Bei dieser Art von militanten Personen kann man eben keine Toleranz erwarten.

Wir taten das einzig richtige und verließen komentarlos das Wasser und die Badeanstalt. Wenn Wasser brennen könnte, heute hätte es gebrannt, so erzürnt waren wir, vor allem Marcel, der die schmerzliche Erfahrung gemacht hat.

Nach meinem Spätdienst lief ich noch eine lockere 10km Einheit in entspanntem Tempo (5:00min/km) und hatte unser Drama von heute morgen schon fast wieder vergessen.

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Ein Gedanke zu “Wenn Wasser brennt

  1. Na, so genial war die Idee auch nicht, auf einer überfüllten Bahn mit zig Senioren ein flottes Schwimmtraining durchzuziehen. Diese Rüpel, diese militanten, diese Sch####-Triathleten, werden sich da einige gedacht haben. Ehrlich gesagt, das war genauso sinnig wie ein Tempotraining auf dem Mainufer-Rad/Fussweg an einem sonnigen Sonntagnachmittag, und sorgt dafür, daß der Ruf noch schlechter wird, und wir umso seltener vernünftig trainieren können.

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