WLS Goldbach 2009/2010 (3)

Neuer Tag, neues Glück oder wie sagt man so schön vor dem Lauf ist nach dem Lauf. An diesem Sonntag, wir sind mittlerweile beim dritten Lauf angekommen, war ich leider um Lichtjahre von meiner Wunschvorstellung entfernt, in Goldbach endlich wieder die 40:00min knacken zu können. So kann ich nur hoffen, mich bis nächstes Wochenende erholt zu haben, um einen erneuten Versuch starten zu können.

    

Warum ich heute von Beginn an spürte, daß heute nicht alles rund laufen würde, mag an meinem guten Körpergefühl oder an den vielen Wettkampfteilnahmen liegen, aber ich sollte Recht behalten. Das Ergebnis von 40:54min spiegelt dabei aber nicht wirklich die beschissene Situation wieder, in der ich mich über lange Phasen des Wettkampfs befand. Sie bestätigt aber meine Einstellung, daß die schwere Strecke in Goldbach keine Schwächen, welcher Art auch immer verzeiht, sondern entweder mit Zeitverlust bestraft oder aber du läufst im roten bzw. sogar im blauen Bereich.

Ich für meinen Teil kann heute beides für mich verbuchen denn auf der ersten Hälfte der Strecke und im Schlußkilometer ließ ich richtig viel Zeit liegen. Trotzdem tat es heute bei fast allen Anstiegen richtig weh und ich befand mich hier meist im roten, stellenweise sogar im blauen Bereich.

Von meiner Vorbereitung wich ich auch heute nicht ab sondern behielt sie wie schon bei den ersten Austragungen unverändert bei. Mit Paul und Mario waren wir nur zu dritt im Auto. Für Mario hieß es laut Trainer etwas lockerer laufen mit einer Zielzeit von 41:30min, Paul hatte sich eine Zeit unter 39:00min vorgenommen und mein erklärtes Ziel waren die sub40:00min. Das allgemeine Befinden war aber eher verhalten, keine Ahnung warum.

Kurze Parkplatzsuche, schnell die Sachen im Anmeldehäuschen verstaut und alte bekannte Gesichter begrüß, allen voran Tobias Hegmann, der heute wie mein Sohn Geburtstag feiert und schon ging es auf die Runde, um sich etwas warm zu laufen. Warm war es für Winterlaufverhältnisse übrigens auch, ich war bei mehr als 10° Grad  sogar ohne Handschuhe unterwegs.

Die Beine fühlten sich bis dahin noch relativ gut an, aber das allgemeine Körperbefinden war nicht so wie letzte Woche. Irgendwie fühlte ich mich schwerer an, als ob mir ein Bleimantel auf meinen Schultern ruhte. Meine beiden Mitstreiter hatten ähnliches zu berichten und so stieg auch hier die Stimmung nicht so richtig. Doch manchmal läuft es ja im Rennen dann viel besser als beim einlaufen und so verzagten wir in keinster Weise.

Um 9:30 Uhr, ich in zweiter Reihe stehend, ging es wieder los und ich orientierte mich dieses mal an Paul und lief kurz hinter ihm den ersten Kilometer in 3:46min. Kaum langsamer als letzte Woche dachte ich und doch war hier schon alles irgendwie anders. Meine Körperspannung fehlte, ich mußte deutlich meher atmen und meine Beine riefen hier schon um Hilfe. Doch mental noch voll dabei ging es in die Schleife nach Unterafferbach und wieder zurück.

Um mich zu kontrollieren ging natürlich mein Blick auf meinen Garmin, doch der schien sich mir anschließen zu wollen und hatte nach dem ersten Kilometer den Dienst eingestellt. So hatte ich auf den restlichen Kilometern keine direkte Kontrolle mehr und musste rein nach Körpergefühl agieren. Da sich dies aber auf den folgenden Kilometern so mies entwickelte und ich mit heftigen Magenproblemen zu kämpfen hatte, rechnete ich meine Zeit auf maximal 44:00min hoch.

Vom zweiten Kilometer bis zur Hälfte der Strecke war ich eigentlich aus dem Rennen ausgestiegen und lief nur noch um ins Ziel zu kommen. Bei Halbzeit erfuhr ich von einem Mitläufer, daß die gelaufene Zeit bei 20:40min läge und somit immer noch im Rahmen des erlaubten. Daß ich danach aber wieder richtig gut in den Wettkampf fand, kann ich mir nicht wirklich erklären.

Ich nahm wieder Fahrt auf und konnte auf den nächsten vier Kilometern viel verlorenen Boden und Plätze gut machen. Stünde da nicht der letzte schwere Anstieg kurz vor dem letzten Kilometer, wäre ich sicherlich noch etwas weiter vorne gelandet. Doch so plötzlich mein Aufwind gekommen war, so schnell war er auch wieder verschwunden. Die Meter aus dem tiefen Tal zogen sich wie Kaugummi und waren zäh ohne Ende.

Zum Glück war mein Garmin ausgefallen und so mußte ich mir nicht auch noch anzeigen lassen, wie langsam ich hier hinaufkroch. Oben am Ende des Anstiegs begann ich sogar leicht zu taumeln und war fern eines schönen kontrollierten Laufstils. So muß ich diese Phase des Rennens als die schwerste einstufen bei der ich mich im blauen Bereich meiner Leistungsstufen befand.

So verlief dann auch der letzte Kilometer ziemlich bescheiden und die beiden Mitstreiter, die mit mir liefen mußte ich auch noch ziehen lassen. Im Ziel war ich kurz vorm übergeben und war mir sicher, so viel darf ich in meiner Winterzeit nicht mehr investieren, sonst geht die Regeneration und die anschließende Aufbauphase komplett daneben. Platz 6 der AK 40 und Platz 28 Gesamt bei 673 Teilnehmern waren letztendlich die Zeit wert.

Paul versuchte seine geplante Zeit von sub39:00min zu realisieren und war bei Halbzeit mit knapp 19:40min noch im Bereich des möglichen, ließ aber letztendlich auf der vermeindlich schnelleren zweiten Hälfte etwas Zeit liegen, war aber mit 39:39min doch noch klar unter 40:00min. Mario beließ es heute wie versprochen mit einer etwas langsameren Rennplanung und lag am Ende mit 41:27min doch gerade einmal eine halbe Minute hinter mir.

Nächster Sonntag ist erster Advend, ich hoffe ich kann da nicht nur eine Kerze sondern auch eine Rakete zünden.

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