Harter Dienstag

Ganz nach dem Motto „Nur die Harten kommen in den Garten und die ganz Harten in den Vorgarten“ verlief heute mein ganzer Dienstag, mit etwas unterschiedlichen Ergebnissen, aber hart war irgendwie alles. Zuerst kam mein neunter Dienst im Klinikum, den ich um 12:00 Uhr aus organisatorischen Gründen vorzeitig beenden konnte.

Meine Frau fuhr mit dem Wagen vor und gemeinsam zogen wir los, um unseren Wocheneinkauf zu bewältigen. Nach knapp zwei Stunden waren wir wieder zuhause und um einige Euro ärmer. Dafür waren meine Ärme  um einige Zemtimeter in die Länge gewachsen, das kommt eben davon, wenn man im vierten Stock wohnt und keinen Aufzug besitzt.

Um kurz nach 14:30 Uhr saß ich auf meinem Rad und startete alleine meine geplante 3h Tour. Ab auf den Radweg in Richtung Obernburg, stellte sich nach knapp 3km ein starker Gegenwind ein, der sich bis nach Amorbach halten sollte und meine lockere GA1 Einheit von Beginn an zu einer Kraftausdauereinheit werden ließ.

In Amorbach entschied ich in Richtung Vielbrunn abzubiegen und den Anstieg hoch nach Vielbrunn auf meinem Garmin mitzustoppen. Ab dem ersten Ortsschild gleich unten nachdem man von der Bundesstrasse abgebogen ist wird die Zeit gestartet und oben nach dem letzten Ortsschild ausgangs von Vielbrunn, bis zu dem Wegweiserhäuschen auf der linken Seite, wo die Steigung endet, in exakt 26:20min bedeuten eine Verbesserung von über 2min und das beim ersten mal in diesem Jahr.

Bei der Abfahrt entschied ich erst einmal der Geschwindigkeit freien Lauf zu lassen und fuhr recht flott bis ich in Wörth wieder auf dem Radweg landete. Dort hatte sich meine Geschwindigkeit auf über 30km/h eingestellt und diesen Schnitt wollte ich zumindest halten. Also fuhr ich mit konstantem Druck weiter und hatte am Ende für meine 92km 2:55h benötigt, wahrlich keine schlechte Zeit. Hier die Strecke.

Doch mit ausruhen wa nix, da ich mich mit Marcel um 18:00 Uhr verabredet hatte und er wieder eine Tempoeinheit mit mir absolvieren wollte. Vom Parkplatz am Freibad ging es los und nach 3km zum einlaufen starteten wir eine von drei Tempoabschnitten mit je 3km, die progressiv gelaufen werden sollten. Für mich lag heute die Betonung aber eher auf sollten, denn nach der harten Vorbelastung und relativ leeren Energiespeichern waren die schnellen Kilometer langsamer als geplant.

Der erste Abschnitt war mit 3:57 – 4:00 – 4:05min noch der schnellste. Dafür lag danach mein Laktat höher als geplant, und nach einem eher ruhigen Kilometer war der zweite schnelle Abschnitt mit 4:05 – 4:07 – 4:05min langsamer und das war nicht so geplant. Beim letzten schnellen Intervall konnte ich nur noch 4:11 – 4:08 – 4:15min laufen und war so ziemlich am Ende meiner Kräfte. Mit letztem Tropfen im Tank brachte mich Marcel wieder zum Auto zurück.

Zuhause hatte ich sogar leichten Schüttelfrost und fieberähnliche Zustände, alles Symptome eines Zuckerschocks, den ich aber schnell wieder in den Griff bekommen habe. Für was ist man den staatlich geprüfter Krankenpfleger mit Diplom. Nachdem ich mich einigermaßen erholt hatte, konnte ich trotz allen Problemen die ich beim abschließenden Laufen gehabt hatte, ein positives Resumee ziehen. Morgen ist nur lockeres Schwimmen angesagt und am Donnerstag eine lockere Radeinheit im GA1 Bereich, egal was für Windverhältnisse herrschen.   

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Ein Gedanke zu “Harter Dienstag

  1. Hey Hubsi,

    die Herzfrequenzkurve sagt genau das aus, was ich dir beim Laufen schon gesagt habe. Es ist deutlich zu erkennen, dass hintenraus immer weniger Treibstoff zu Verfügung stand. Die Kurve fällt pro Intervallserie deutlich ab.

    Bis morgen! Oder evtl. Heute Abend 😉

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