Regenschlacht

Dabei sah es am Anfang gar nicht danach aus. Mit leichtem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen starteten Marcel und ich unsere geplante 3-4h Radausfahrt. Marcel kam sogar mit seiner Zeitfahrmaschiene, da sein Setup von seiner erfolgreichen Teilnahme bei der Duathlon DM noch Bestand hatte und er so kein anderes fahrbereiteres Gefährt besaß.

Ich nahm sicherheitshalber mein Schlechtwetterbike, um keine Materialkrise zu bekommen. Auf der ersten Hälfte bis hin nach Amorbach kam bei uns auch ein gutes Gefühl auf und keiner dachte da an eine Schlechtwetterfront. Einzig der Gegenwind bis zur Wende hielt unsere Jubelschreie etwas zurück, aber wir freuten uns beide auf die etwas schnellere zweite Hälfte.

Schnell war einzig die Schlechtwetterfront, die sich kurz nach Miltenberg über uns her machte. Mit ordentlichem Gegenwind wurde aus einem anfänglichen Tröpfeln schnell ein kalter Prasselschauer mit dicken Tropfen, zum Teil mit Hagelkörnern gepaart. Marcel erhöhte daraufhin das bisher ruhige GA1 Tempo. Ich hielt mich von seinem Hinterrad fern, um nicht noch mehr Wasser zu bekommen und so hatten wir etwas Abstand und jeder fuhr sein eigenes Tempo.

In Klingenberg machten wir einen kurzen Stop und Marcel packte seinen Windbreaker aus und ich zog mir wieder meine Ärmlinge über. Dies war aber auch gut so, denn was jetzt in den nächsten Minuten vom Himmel auf die Straße bzw. auf uns herabfiel, war der helle Wahnsinn. Dabei wurde es immer dunkler, ziemlich kühl und an ein kontrolliertes Fahren, insbesondere Bremsen war nicht mehr zu denken. 

Wasser satt auf der Straße und aus den Pfützen wurde schnell eine komplette Seenplatte, auf der wir trotzdem einen Höllenspeed fuhren, stellenweise über 40km/h. Nachdem wir Klingenberg verlassen hatte und nach Elsenfeld kamen, wurde das Wetter zum Glück wieder besser und in Obernburg war der Asphalt schon wieder trocken. Selbst unsere nassen Kleide begannen abzutrocknen, was aber auch an unserem schnelleren Tempo gelegen hat.

Ende des Flurbereinigungsweges wolle Marcel noch ein kurzes schnelles Intervall fahren und so schalteten wir die Ketten wieder rechts und beschleunigten noch einmal. Unser Abstand blieb konstant und am Ende zeigte mir mein Garmin einen maximal Speed von 46,2km/h) bei knapp 170bpm. Danach rollten wir mit GA1 Tempo wieder nach Hause. Hier die Strecke.

Heute Abend kam dann noch ein sehr schönes Schwimmtraining dazu. Mit Flossen und Paddles wurde es sehr abwechslungsreich und die Zeit, bis die Badeanstalt ihre Tore schließt, bis zum Ende ausgenutzt.

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