Spät aber schnell

Regen, soweit das Auge reicht, immer wieder Regen und dabei noch keine Besserung in Sicht. Zum Glück war ich gestern Abend eisern geblieben und habe meine 4h Radeinheit durchgezogen, auch wenn ich am Ende arg mit meiner Müdigkeit zu kämpfen hatte. Heute Morgen konnte ich dann immerhin bis 8:00 Uhr im Bett liegen bleiben, bevor ich meinen freien Tag ganz locker mit einem ausgiebigen Frühstück begann.

Danach gammelte ich einige Zeit auf dem Sofa herum und nachdem der zweite heftige Regenschauer über Aschaffenburg hinweg gezogen war, packte ich meinen Neopren in meine Schwimmtasche und begab mich bei leichtem Sonnenschein ins Freibad. Marcel hatte mir ein Programm auf mein Handy geschickt. Die heutige Einheit sollte im GA2 Bereich stattfinden und deshalb sollte ich auch wieder meine Splitzeiten dokumentieren.

Nach 400m ein und einer 500m lagen Atempyramide (3er-5er-7er-5er-3er Zug) brachten mich 8x50m mit kurzen Sprints (15-25m) auf Fahrt und somit konnten die schnelleren Abschnitte kommen. Die ersten 300m lagen mit 4:50min im Soll, wobei ich die ersten 100m fast verschlafen habe. Nach 100m lo kamen 2x200m mit 45sek Pause. Meine dabei geschwommenen Zeiten (3:09min/3:11min) waren für mich sehr erfreulich.

Dann folgenden 100m wieder  lo und anschließend 3x100m mit 30sek Pause. Meine Zeiten (1:32min/1:32min/1:33min) waren auch hier sehr vielversprechend für mich. Nach 100m lo kamen die letzten schnellen Meter in Form von 6x50m mit 15sek Pause. Ziehe ich die Pausen ab, lagen die 50m Zeiten immer um die 46sek. Hier muss ich aber zugestehen, wurden meine Arme am Ende hin doch sehr müde und ich spürte die Laktatblockade in meiner Muskulatur.

Zun Glück waren die schnellen Splits geschafft und es kamen nur noch 300m locker ausschwimmen und raus aus dem Wasser und ran an die Bananen und dem Isogetränk, denn es sollte ja heute noch eine schnelle Laufeinheit folgen.

Zuerst aber gönnte ich mir einen schönen Mittagsschlaf den meine Synapsen auch dringend nötig hatten. Ein Anruf von Marcel unterwegs von Passau erreichte mich um kurz nach 15:00 Uhr und so war schnell ein gemeinsames Lauftraining ausgemacht. Da er aber noch einige Autobahnkilometer vor sich hatte, lief es darauf hinaus, dass unser Start erst um 19:45 Uhr stattfinden konnte.

Macht auch nichts dachte ich mir, den nach meinem Tripple XXX vom Freitag-Samstag war diese Uhrzeit wahrscheinlich eh die bessere als früh morgens. Einzig das Wetter konnte uns noch einen Strich durch die Rechnung machen, denn alle paar Minuten jagte ein Regenschauer nach dem anderen über Aschaffenburg hinweg. 

Als ich mich dann um kurz nach 19:30 Uhr auf den Weg machte, wir trafen uns aus logistischen Gründen in Straßbessenbach, drohten tiefhängende dunkle Wolken aus allen Himmelsrichtungen. Dort angekommen beratschlagte ich mit Marcel noch schnell unser Vorhaben und trotz aller Bedenken begannen wir unser Training und liefen zuerst in Richtung Keilberg.

Nach 500m kam der erste Guss, vor dem wir uns noch unter eine Markise retten konnten. Nach einigen Minuten sah es wieder besser aus und wir wagten einen neuen Anlauf. Unsere Planung sah nach 2km einlaufen 3x3km GA2 mit 1km locker dazwischen und am Ende 2km lockeres auslaufen vor.

Bei meinen Tempoabschnitten sollte ich mich bei 4:10min/km aufhalten – wurde aber irgenwie nichts draus, da schon der erste Split mit 11:53min (3:56/3:58/3:59min) etwas zu schnell wurde. Dabei war mein Gefühl heute sehr gut, obwohl es wieder zu regnen begonnen hatte.

Marcel, etwas weiter voraus wartete nach den 3km auf mich und gemeinsam trotteten wir den langsamen Zwischenkilometer. Beim nächsten schnellen Split ging gleich auf dem ersten Kilometer die Post ab und am Ende waren die 3km nur 11:20min (3:46/3:50/3:44min) lang. Mittlerweile regnete es richtig heftig, aber wir fühlten uns beide noch sichtlich wohl, wenn auch der Puls ein wenig nach oben geklettert war. Ist aber glaub ich auch normal.

Marcel kam mir entgegen und wir liefen tropfnass unseren Pausenkilometer. Beim letzten schnellen Abschnitt wollte ich zumindest den ersten Kilometer in meinem Zieltempo anlaufen, um meine Pulsentwicklung zu beobachten. Das glang mir auch einigermaßen. Danach waren alle Bremsen wieder offen und ich lief die letzten beiden Kilometer wieder deutlich schneller. Am Ende zeigte mein Garmin eine 11:32min (3:57/3:49/3:46min).

Damit hatte ich zwar bei allen Tempoabschnitten mein Ziel verfehlt, aber die Einheit war trotzdem ein voller Erfolg. Zum Abschluss meinte es Petrus sehr gut mit uns und dachte, den Jungs geb ich mal eine ordentliche Abkühlung nach der hitzigen Einheit, denn es goss jetzt aus vollen Kübeln. Um nicht kalt zu werden zogen wir unser Auslauftempo auf 4:30min/km hoch und kamen so recht schnell wieder zu unseren Autos zurück.

Telefonisch – Handy sei Dank – bestellte ich mir schon von unterwegs aus eine heiße Badewanne und war glücklich, diese so wertvolle Woche so gut überstanden zu haben.

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