Special week (day 7)

Heute stand ein kleiner Test im Rahmen meiner direkten Vorbereitung auf den Ironman Frankfurt 2010 auf meinem Plan. Um 7:00 stieg ich aus den Federn um meinem Körper die Müdigkeit auszutreiben, bevor ich meine erste Disziplin im Freibad starten konnte. Pünktlich wie auf Bestellung hatte ich meinen Durchfall und wie nicht anders zu erwarten, sollten es heute Temperaturen jenseits der 30° Grad Marke geben.

Genau das Wetter, was ich nur schwer verdauen kann, vor allem wenn der Körper sich noch nicht auf diese zusätzlichen Belastungen eingestellt hat. Aber als Vorbereitung für Frankfurt doch wiederum ideal, denn da erwarte ich auch wieder so eine Hitzeschlacht, ähnlich wie im letzten Jahr.

Nachdem ich alle Vorbereitungen für den restlichen Tag getroffen hatte, genoss ich noch ein intensives Frühstück mit meiner Frau und verabschiedete mich dann um kurz nach 8:00 Uhr für den Rest des Tages. Meine Familie nutzte den Tag selbst, um ihn im Freibad zu genießen, aber ohne jegliche sportliche Aktivität.

Um 8:30 Uhr traf ich dann im Freibad ein. Ich war leider nicht der einzige, denn die Aschaffenburger Bürger haben anscheinend mitbekommen, daß es Sommer geworden ist. So war es ziemlich eng im Becken und ich musste mir erst einmal eine Bahn freischwimmen. Trotzdem kamen die Schwimmer/innen ständig auf meine Bahn und ich musste mich in dem Gewühl erst einmal behaupten.

Als Vorgabe hatte ich 2000m in 34:00min zu schwimmen was mir mit 34:30min nicht ganz gelang. Wenn ich aber die erschwerten Bedingungen mit berücksichtige, kann ich im großen und ganzen zufrieden sein und dabei habe ich mich zum ersten Mal in diesem Becken unter diesen Bedingungen mit diesem Tempo wohl gefühlt.

Danach fuhr ich nach Hause und bereitete mich auf meine Radeinheit vor. Als Kern dieses Trainingsabschnitts waren 2h Monsterbiken angesagt. Zudem wollte ich meinen Zeitfahrhelm testen um zu wissen, ob auch bei so heißen Bedingungen wie Heute die Belüftung und somit die Abkühlung am Kopf gewährleistet ist.

Um kurz nach 11:00 Uhr startete ich auf meinem Zeitfahrrad, ausgestattet mit Aerohelm und meinem Trisuit, den ich auch in Frankurt tragen werde. Den Ersatzschlauch zuerst an der Sattelstütze fixiert und am Ende doch in der Rückentasche, ist noch verbesserungswürdig. Ansonsten saß ich schon sehr stimmig auf meinem Renner zumal ich meine Runde so wählte, daß ich die ganzen 2h in der Aeroposition verweilen konnt.

Ich rollte zuerst flach nach Niedernberg und begann dort am Kreisel beim MAS in Richtung Obernburg die 2h im wettkampfspezifischen Tempobereich. Mein Strecke verlief fast eben bis kurz vor Obernburg. Dort bog ich auf den Flurbereinigungsweg ab, auf dem ich dann immer gerade aus bis zur Brücke fuhr, die über die Schnellstraße und direkt wieder zum Kreisel führt. So kamen während der 2h insgesamt 6 gleichmäßige Runden zusammen, in denen ich insgesamt 76,1km fuhr, was eine Geschwindigkeit von 38,05km/h bedeuten. 

Mit nur einer Flasche ausgestattet war ich bei den heutigen Bedingungen sicherlich nicht optimal ausgestattet gewesen, aber bis Frankfurt sind ja immerhin noch vier Wochen Zeit. Auf der zweiten Hälfte kam dann etwas Wind auf, was mich in der letzten ½h noch einmal die Zähne zusammen beißen ließ. Meine Pulskurve verlief ziemlich konstant und wenn ich die geringe Flüssigkeitszufuhr noch mit berücksichtige, kann ich von einem gleichmäßigen Pulsverlauf sprechen.

Danach fuhr ich locker nach Hause und nahm mir eine kleine Auszeit, denn eine Koppeleinheit sollte es heute nicht auch noch werden. Mit frisch gefülltem Tank nahm ich dann noch meine Laufeinheit in Angriff und es sollte noch ein heißer Kampf werden. Als Strecke wählte ich mir den Radweg von Aschaffenburg bis Sulzbach und zurück.

Insgesamt knapp 18km, wovon der erste und der letzte Kilometer zum ein bzw. auslaufen war. Die restlichen 15km waren als Tempodauerlauf gedacht mit geplanten 4:10min/km. Bei kühleren Bedingungen währe dies vieleicht möglich gewesen, aber auch hier war ich wieder ohne Versorgung unterwegs gewesen und musste deshalb auch konservativ beginnen und meinen Korper konsolidieren, wollte ich hinten raus kein Waterloo erleben.

Meine Kilometersplits lagen zu Beginn noch bei 4:15min/km und pendelten sich am Ende auf 4:20 bis 4:25min/km ein. Besonders in den Anstiege ging mein Tempo flöten, aber im Flachen bzw. in den abfallenden Passagen konnte ich die verlorene Zeit wieder aufholen. Am Ende hatte ich nach 1:05,18 h die 15km auf glühendem Asphalt geschafft und ohne Schatten und sonstige Unterstützung war dieses Ergebnis für den heutigen Tag für mich sehr zufriedenstellend.

Dass ich am Ende mit meinem Puls nach oben kletterte, ist denke ich ein ganz normaler physiologischer Prozess. Die nächsten Tage dienen der Regeneration für Körper und Geist, denn in vier Wochen ist auch der Ironman Frankfurt 2010 schon wieder Vergangenheit.

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Ein Gedanke zu “Special week (day 7)

  1. hallo hubertus,

    ich hoffe doch, du stellst ein paar bilder von dir hier rein. in wettkampfbekleidung und mit rad. für alle diejenigen, die dich leider nicht in frankfurt anfeuern können… neben dem training scheinst du ja auch bezüglich der wettkampfbekleidung vollgas zu geben und startest vielleicht noch eine weitere kariere als pin-up-boy:-)

    lg
    timm

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