Challenge Roth (2)

Samstag 17:10 Uhr waren alle Rucksäcke im großen Kofferraum vom Audi verstaut und die Rennräder sicher am Heckträger fixiert, so dass einer sicheren Fahrt nach Roth nichts mehr im Wege stand. Das wichtigste war schließlich, den Wagen von Marcels Papa heil und unversehrt wieder nach Hause bringen. Dem standen jetzt 500km Autobahn und die restlichen Meter in und um Hipoltstein gegenüber.

Mit einem guten Navi und relativ freien Strassen kamen wir sehr zügig voran und waren voll in unserem Zeitplan, denn schließlich war noch ein Lauftraining am und ein Schwimmtraining im Kanal geplant. Selbst der Neopren lag zur Sicherheit noch auf der Rückbank. Doch es sollte alles ein wenig anders ablaufen, wie wir uns das in unseren Triaköpfen ausgedacht hatten.

Bis Würzburg war das Wetter noch in dem Bereich der letzten Tage und Wochen, doch je weiter wir uns von Aschaffenburg weg bewegten, je dicker wurden die Wolken und vor Nürnberg trommelten schon die ersten Regenwolken auf die Windschutzscheibe.

In Hipoltstein angekommen gingen wir erst einmal zu Marcels Bekanntem, der ein Fitness Studio besitzt und wollten dort nur kurz Hallo sagen. Mittlerweile hatte es sich richtig fest eingeregnet und es gab auch keine Anzeichen von Wetterbesserung am Horizont. Vielmehr kam noch ein heftiger Wind dazu und ab und an ließ sich auch Blitz und Donner sehen.

Nachdem sich Marcel kurz mit seinem Bekannten unterhalten hatte, bot dieser uns an, in seinem Studio zu übernachten. Er hatte zudem schon einige Schlafgäste, die sich seinem tollen Angebot nicht erwehren konnten. Das war natürlich wie ein Sechser im Lotto. Trocken, warm und windgeschützt, Toiletten, Duschen und Fitnessgeräte, wo wir unsere verloren gegangenen Einheiten nachholen konnten, da konnten wir schlecht nein sagen. So blieb uns einiges erspart, wenn auch das Zeltlager unter besseren Umständen sicherlich viel Spass gemacht hätte.

Als es im Studio dann etwas ruhiger wurde und nur noch die Schlafgäste unter sich waren, versuchte Marcel im Fitnessraum, wo die ganzen Ausdauergeräte aufgebaut waren, den Beamer zu aktivieren. Fernsehprogamme konnten wir empfangen, aber die Geräte hatten keinen Strom, so daß wir auf eine andere Sportart ausweichen mussten. 

So landeten wir schließlich auf dem Spining Bike. Mit Bischis Laptop zogen wir uns während unserer Strampeleinheit die Tourberichterstattung „Höllentour“ ein und hatten so am Ende doch noch eine sehr effektive Trainingseinheit absolvieren können. Danach gings ab unter die Dusche.

Nachdem wir unser Nachtlager vorbereitet hatten, gingen wir zum kulinarischen Teil des Abends über. Wie versprochen gab es Ravioli aus der Dose, aber nicht etwa kalt sondern schön heiss gemacht auf einem kleinen Gaskocher, sehr tricky. Daß wir die notwendigen Utensilien dafür in unserem Chaos gefunden haben, ist pures Glück.

Die Hütte ist nicht abgebrannt und das Essen hat sehr lecker geschmeckt. So konnten wir uns dann um kurz vor Mitternacht in unsere Schlafsäcke trollen und fanden schnell einen erholsamen Schlaf. Den konnen wir auch gut gebrauchen, denn selbst nur als Zuschauer ist so eine Langdistanz mit allem was dazu gehört eine anstrengende Sache.

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