Challenge Roth (3)

Nach einigen harten Minuten, man ist halt keine 20 mehr, fand ich meine richtige Schlafposition und auch den dazu gehörigen Schlaf. Marcel kruschte noch einige Zeit um seinen Schlafsack herum und dann hatte auch er seinen Platz gefunden und es wurde still im Saal.

Außer ein leichtes Regenprasseln und diverses sanftes Schnarchgesäusel war es eine sehr angenehme Nacht, die um 4:30 Uhr für die ersten Schlafgäste ein Ende hatte. Marcel und ich hatten ja keine Leistung abzurufen und konnten so wenigstens bis um 5:00 Uhr liegen bleiben.

Dann hieß es auch für uns Zähne putzen, Sachen zusammen kramen und in den Audi verfrachten und ein schnelles Frühstück in Form eines Eiweißshakes zu uns zu nehmen.

Dann parkten wir das Auto in einer günstigen Lage, um nach dem Zieleinlauf der Favouriten ohne Stau aus dem Ort zu kommen und fuhren mit unseren Rädern zum Schwimmstart.

Dort standen schon große Zuschauermengen und wir hatten erst einmal Probleme, noch einen guten Platz zu ergattern. Doch am Ende hatten wir Glück und standen keine zwei Meter vom Kanal entfernt, wo wir den Schwimmern direkt in die Augen schauen konnten.

Um 6:00 Uhr erfolgte der Start der Profis und danach folgten in kurzen Abständen die anderen Startergruppen. Schnell entstand eine kleine Spitzengruppe in der Pete Jacobs (Aus) das Tempo bestimmte.

Dahinter lag in Schlagdistanz Rasmus Henning (Den) und Eneko Llanos (Spa). Diese Reihenfolge blieb bis nach dem letzten Wendepunkt bestehen und so kamen die drei Spitzenreiter auch fast gemeinsam aus dem Wasser.

Jakobs (46:51min), Hennings (46:57min),und Llanos (47:01min) trennten nur wenige Sekunden. Kurz dahinter kam Chrissie Wellington (GBR) schon als erste Frau aus dem Kanal und hatte mit 50:28min nicht viel Rückstand zu den ersten Männern.

Als wir dann die ersten Fahrer auf dem Bike bestaunt hatten, nahmen wir unsere Räder und fuhren wieder nach Hipoltstein zurück. Dort suchten wir uns ein Cafe, wo Frühstück und vor allem Kaffee angeboten wurde.

Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten, suchten wir den nächsten Punkt an der Radstrecke heraus, den Solarer Berg, wo es sich lohnt auf die Fahrer zu warten. Dort stehen sehr viel Menschen im Spalier und die Fahrer bekommen gerade einmal so eine kleine Gasse frei gemacht, um den Anstieg zu bewältigen.

Dort postierten wir uns an einer günstigen Stelle und konnten so einige gute Fotos von den führenden Profis schießen.

Das Chrissie auch mit einem Lächeln auf dem Rad sitzten kann, beweist sie hier sehr eindrucksvoll. Ob sie da schon von ihrem neuen Weltrekord träumt, man mag es fast glauben.

Bei unserem nächsten Blickpunkt verpassten wir zwar die absolute Spitze, aber das Feld direkt dahinter gab auch sehr schöne Motive ab.

Dass das lange Herumstehen und Anfeuern nicht ohne cerebrale Ausfälle vonstatten ging war normal und dass wir dabei einen enormen Spass hatten und nichts unmöglich erschien, ist fast schon selbstverständlich.

Wie dann das Rennen zu Ende ging und wir wieder heil nach Aschaffenburg gekommen sind, werdet ihr im vierten Teil erfahren.

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Ein Gedanke zu “Challenge Roth (3)

  1. hallo hubertus,
    daß ihr „ernormen spass“ hattet, ist auf den fotos deutlich sichtbar. auch die „cerebralen ausfälle“ bleiben dem betrachter der fotos nicht verwehrt:-)
    lg
    timm

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