Nachtdienst ge-Raelert

Mein Nachtdienst ging ruck zuck über die Bühne. Zweimal auf die Uhr geschaut und schon kam der Frühdienst, um mich abzulösen. So konnte ich mich wenigstens noch mit einem kleinen Frühstück für meine bevorstehende Schwimmeinheit stärken, denn der Nachtdienst hatte doch einige  Körner gekostet.

Die Nachttemperaturen sind schon empfindlich kalt (sub10°) und so war der Neoprenanzug Pflichtprogramm. Meiner Müdigkeit kam die Kälte sehr entegegen, denn die verjagte die letzten Nachtgeister in mir und ich konnte so gemütlicht mein Programm zu Ende schwimmen. Die ersten 1ooom war ich nur mit meinem Neo und mir selber unterwegs. Die zweiten 1000m schwamm ich dann mit  Ellen zusammen. Wie schwimmen einen sehr ähnlichen Rhythmus und so kam es mir fast schon wie ein Syncronschwimmen vor, so gleichmäßig zogen wir unsere Bahnen.

Sie mit Flossen und ich mit Paddles ausgestattet, wurde der zweite Split auch deutlich schneller und so beendeten wir schon nach 16:45 min die zweiten 1000m. Nach 500m ausschwimmen kam dann kam ein erneuter Kälteschock, denn ich musste mich aus meinem Neopren schälen. Das kalte Wasser auf den erhitzen Körper ist fast so cool wie das Eisbad in der Sauna.

Nachdem ich auch diese Schocktherapie überwunden hatte, fuhr ich mit frischem Geist und deutlich wacherem Körper in den MAS und hielt dort mit Tom die nächsten 6 Stunden tapfer die Stellung. So ein Samstag bei schönem Wetter hat es in sich und nachdem der letzte Kunde sich aus den Schuhreihen verabschiedet hatte, fiel bei uns erst einmal der Hammer und wir gönnten uns eine Auszeit.

Bischis Anruf und sein Vorschlag, erst um 18:00 Uhr zu laufen, war das zweitbeste, was mir an diesem Tag passierten konnte. Das beste war dann das gemeinsame Training – oder vieleicht der Auftritt von Soulfire auf der Schlossbühne beim Aschaffenburger Stadtfest, aber dieser Vergleich hinkt wie der mit den Äpfeln und den Birnen.

Auf alle Fälle konnte ich so erst einmal nach Hause fahren und wenigstens für eine Stunde die Füße hochlegen. Um 17:30 Uhr goss es noch einmal aus allen Wolken, aber als Bischi, Lisa und ich uns ½h später am Volksfestplatz trafen, war nur noch der Asphalt nass, von oben hatten wir nichts mehr zu befürchten.

Lisa lief ihr eigenes Tempo, Bischi und ich liefen die ersten drei Kilometer zum einlaufen in 4:40min/km. Danach folgte das erste von drei 3km langen Intervallen, die alle in sich eine progressive Steigerungen haben sollten und die auch im Vergleich miteinander immer schneller werden sollten. Die Splitzeiten lauteten wie folgt

  • 1/3km – 4:02min-4:06min-3:53min 
  • 2/3km – 3:58min-3:42min-3:41min
  • 3/3km – 3:54min-3:40min-3:39min

           

Die letzten Kilometer zum auslaufen waren dann immer noch schnell (4:15-4:25min/km) und am Ende zeigte mein Garmin für die 18:02km eine Zeit von 1:16,06h (Ø 4:13min/km) mit einem Durchschnittspuls von 160bpm. Gutes Feeling, gute Beine und meine Pulsentwicklung, vor allem mit der gesamten Vorbelastung gesehen, geben mir etwas mehr Zuversicht für die anstehenden Aufgaben beim Marathon in Frankfurt am 31.10.2010.

 

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