Testkilometer

Frankfurt Marathon steht vor der Tür und somit muss auch mein Training wieder etwas Lauf lastiger werden. Die berühmten langen Läufe, die das A und O bei so einer langen Wettkampfdistanz bedeuten, müssen absolviert werden, ob als Dauerlauf, als Tempodauerlauf, mit Intervalleinlagen oder progressiv so wie ich es am liebsten mag. Andere nennen es Endbeschleunigung, ich nenne es Ausscheidungsrennen, denn am Ende trennt sich die Spreu vom Weizen (Sebastian entschuldige meine Schreibweise).

Um 9:30 Uhr traf ich mich mit Sebastian Zang (TV Hergershausen) am Volksfestplatz in Aschaffenburg zu unserem geplanten 30km Lauf. Die erste Hälfte sollte moderat in 4:40min/km gelaufen werfen, was uns mit 1:8,30h (4:34min/km) auch sehr gut gelang, obwohl ich zugeben muss, dass  die Zeit nicht gleichmäßig gelaufen wurde. Sebastian zog nähmlich ab Kleinwallstadt ständig vom Tempo her an und so waren wir schon früher in der Belastung als eigentlich ausgemacht.

Nach der Wende bei 15km sollte die eigentliche Beschleunigung anfangen und so steigerten wir jetzt gemeinsam und kontinuierlich unsere Geschwindigkeit. Ziel war es die zweite Hälfte deutlich schneller zu laufen, angestrebtes Tempo 4:15min/km. Nach einigen hundert Metern hatten wir uns auf das Tempo eingestellt und strebten so wieder Niedernberg entgegen. Sebastian hatte aber anscheinend zu unruhige Bein, denn kurz vor dem alten Kieswerk lag unser Tempo stellenweise unter 4:00min/km.

Selbst im Anstieg lies ich danach das zu hohe Tempo nicht mehr fallen, musste aber feststellen, dass Sebastian etwas Abstand zu mir hatte. Die ersten Anzeichen für mich, dass er mit dem Tempo nicht richtig gehaushaltet hatte. Ich sollte Recht behalten, dann als wir aus Niedernberg wieder heraus liefen und es leicht bergab ging, konnte Sebastian das Tempo nicht mehr halten und so liefen wir zwar etwas langsamer, dafür kontrolliert und konstant über das Wasserwerk in Richtung Aschaffenburg.

Saebastian rettete seinen Energiehaushalt durch unsere mitgeführten Gels so gut es eben ging und mit etwas Erfrischung vom Brunnen am Wasserwerk nahmen wir die letzten 5km in Angriff. Irgenwie steckte aber immer noch die geplante Endbeschleunigung in meinem Hinterkopf und so wartete ich noch bis zum letzten Kilometer und startete dann durch, um wenigstens einen Kilometer schneller zu laufen. Der wurde dann dafür aber auch richtig schnell. Nach meiner Beschleunigungsphase wurde die Geschwindigkeit immer schneller und am Ende lief ich ein Tempo von 3:14min/km. Für den letzten Kilometer benötigte ich exakt 3:45min, alles mit kontrollierte Atmung. Der Puls stieg dabei auf tolerable 180bpm.

Sebastian tribbelte mit seinem Leistungsvermögen hinterher und nach 2:15,00h hatten wir die 30km im Sack. Die zweite Hälfte war mit 1:06,30h (4:24min/km) zwei Minuten schneller, also hatten wir letzten Endes doch noch unsere Endbschleunigung geschafft. Ich hoffe, dass Sebastian beim nächsten mal wieder dabei ist, denn es hat sehr viel Spass mit ihm gemacht.

Nach einem schönen Nachmittag – Sonne tanken auf dem Balkon, Spazieren gehen mit meiner Frau (Burger King/Eisgeschäft) – stieg ich am Abend noch einmal für 2h auf mein Bike und kurbelte locker nach Klingenberg und wieder zurück. Die Kette lag meistens auf dem kleinen Blatt. Um 20:30 Uhr kam ich gerade noch rechtzeitig mit der letzten bischen Helligkeit nach Hause.

Advertisements

4 Gedanken zu “Testkilometer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s