Taperwoche Würzburg Marathon (2)

Heute stand noch einmal ein kleiner Formtest auf unserem Programm. Bischi startet am Samstag in Linz (Mitteldistanz) und hatte auf seinem Progamm eine flotte Koppel-Einheit stehen. Für mich genau das richtige Maß, um noch einmal  eine Vorbelastung für meinen Marathon am Sonntag zu finden. Nach 3½h war der ganze Spuk vorbei und wir waren wieder einen Schritt weiter gekommen. Heute abend gibt es den ausführlichen Bericht 😉

So – Spätdienst geschafft – Energiespeicher sind wieder aufgefüllt und die Beine laufen immer noch. Der Tag fing um 7:30 Uhr an mit aufstehen und einem guten Frühstück, denn der Bischi hatte am Vortag noch gemeint, heute würde der Wohlfühlbereich verlassen werden, auf dem Rad und auch zu Fuß.

Danach hieß es alle Sachen zusammenpacken die man für 2½h TT Bike und 12km Laufen so braucht und das ist eine ganze Menge. Um 9:00 Uhr war Treffpunkt am Volksfestplatz ausgemacht. Markus wollte die Radsektion mitfahren und stand schon fix und fertig vor Ort, als ich mit meinem vollbepackten Kombi ankam. Bischi erschien kurze Zeit später und nach wenigen Minuten waren wir abfahrbereit, natürlich mit unseren Wettkampfrädern, Aerohelme inklusive.

Mir war noch nicht ganz klar, was Bischi vorhatte, aber schnell sollte es werden und somit war klar, dass die Beine heute etwas mehr arbeiten mussten als sonst. Die ersten Kilometer verliefen auf dem Radweg in Richtung Niedernberg noch ruhig, obwohl auch da schon das Tempo über 30km/h lag. Unterwegs wurde ich dann von Bischi darüber aufgeklärt, was heute so gefahren und gelaufen werde sollte.

Zweimal zwei Runden – Flurbereinigungsweg von Niedernberg nach Obernburg und auf der Strassenseite zurück – macht 2x25km im WSA Bereich. Bischi nennt den Bereich anders, ich nenne ich Wettkampfspezifische Ausdauer, soll heißen Wettkampftempo. Nachdem wir am MAS vorbei gerauscht und über die Schnellstrasse gefahren waren, tat sich vor uns der schnurgerade Flurbereinigungsweg auf und die Hatz konnte beginnen.

Der Wind stand uns erst einmal negativ gegenüber und blies stramm von vorne. So mussten meine Beine gleich richtig arbeiten und ich blieb zur Vorsicht erst einmal auf dem kleinen Blatt (39er). Aber auch so kam ich mit hoher Frequenz auf ein Mittel von fast 36km/h, bis ich nach dem Flurbereinigungsweg nach links abbiegen durfte und die Jagd auf die Geschwindigkeit beginnen konnte. Mit dem großen Kettenblatt (53er) kam ich so ganz leicht auf 44km/h und schoss durch die Kreisel wieder zurück nach Niedernberg.

Macel und Markus lagen etwas voraus, es hielt sich aber schön in Grenzen. Die zweite Runde verlief mit noch mehr Gegenwind am Anfang der Runde und das Tempo im Mittel lag in Richtung Obernburg bei 32km/h. Dafür kam ich auf dem Rückweg jetzt auf 45-47km/h. Bis vor zum Kreisel am Flügelcenter ging die Jagd, bevor wir eine kleine Pause einlegten und mit leichtem Gang bis zum Wasserwerk vorfuhren, um dort etwas Wasser nach zu tanken.

Nach kurzem Abstimmen der Zeit, die uns noch zur Verfügung blieb – ich musste ja um 13:00 Uhr zuhause sein – fuhren wir über Nilkeim bis vor zur Kreuzung und begannen dort unsere zweite schnelle Runde – Kreuzung bis vor zum Flügelcenter und dann die Runde nur in umgekehrter Richtung. Dadurch hatten wir von den 16km fast 10km Gegenwind, was den Bischi ja immer Freude bereitet, da er da sein Wattgesteuertes Training besser absolvieren kann.

Doch auch bei Markus und mir rollte es jetzt noch besser und das Tempo lag bei 36km/h, bei Gegenwind wohlgemerkt. Die 6km, die dann auf dem Flurbereinigungsweg folgten, waren mit dem Rückenwind einfach nur noch geil. Das Tempo ging jetzt nicht mehr unter 44,5km/h und am Ende lag der letzte Kilometer sogar bei 47,0km/h. Das Gefühl war perfekt und meine Pulswerte lagen in den schnellen Passagen auch nur bei 155-160bpm.

Jetzt hieß es die Beine locker kurbeln bis wir wieder am Volksfestplatz ankamen. Markus verabschiedete sich und Marcel und ich wechselten recht schnell vom Rad zum Lauf. Das Wetter war jetzt schon relativ warm und ich hatte keine Ahnung was jetzt meine Beine noch laufen konnten. Bischi gab die Vorgabe 1km locker – 1km schnell – 1km locker – 2km schnell – 1km locker – 1km schnell – 1km locker – 2km schnell – 2km locker.

Ich liebe ja das Wechselspiel mit dem Tempo und so blieb ich brav an der Seite von Marcel und versuchte meine bestes. Nach einem ersten Kilometer in 4:38min kam der schnelle Abschnitt in 4:02min und ich war zufrieden. Die lockeren Zwischenkilometer blieben dann alle so im Bereich 4:40min. Der nächste Abschnitt war mit 2km schon härter und ging auch mit dem Anstieg zum Wasserwerk etwas schwerer, war aber mit 4:03min und 4:05min voll im Soll.

Auf dem Rückweg konnte ich nochmal etwas zulegen. Der eine schnelle Kilometer lag bei 3:56min und der Abschnitt mit den zwei schnellen Kilometern bei 3:56min und 3:46min. All out war da meine Devise und die Geräusche die ich von mir gab, ließen alle Personen die mir entgegen kamen an meinem gesunden Menschenverstand zweifeln. Nach den 12km in knapp 51:00min war das ganze Training überstanden und ich bin mir sicher, auch wieder einen Schritt in Bezug Ironman Frankfurt 2011 weiter zu sein.  

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