Neue Bestzeit auf Schnee

So war der Dienstag Lauftreff nicht geplant gewesen, zumal die Wetterbedingungen alles andere als optimal zu bezeichnen waren. Bei -7° Grad und Wind brauche ich unser Kälteempfinden nicht zu beschreiben. Am Ende unseres Lauftrainings waren Unterkiefer und Hände eingefroren.

Doch der Reihe nach. Um 18:00 Uhr war Treff an der Unterfrankenhalle und trotz Schneefall und weißem Asphalt waren wir sechs Läufer und eine Läuferin, die sich dieser Kälte und den glatten Sträßenverhältnissen stellen wollten.

Marcel war heute mit von der Partie und schon nach wenigen Metern zeichnete sich ab, daß er und ich ein deutlich schnelleres Tempo anlaufen wollten als der Rest der Truppe. So waren wir dann auch ganz schnell alleine und versuchten unser richtiges Tempo auf dem verschneiten und teilweise glatten Radweg zu finden. Stefan Fey, der uns entgegen kam, lief einige Meter mit uns bis ihm unser Tempo zu schnell wurde und er sich zur langsameren Gruppe zurück fallen ließ.

Nachdem mein Garmin die ersten drei Kilometer noch mit 4:45min/km anzeigte, was so nicht stimmen konnte, pendelte sich danach unser Tempo bei 4:20min/km ein und nach 41:35min erreichten wir den Wendepunkt unserer Laufstrecke. Danach ging es auf dem gleichen Weg zurück. Drei Kilometer vor dem Ziel überholten wir die anderen wieder, die eine verkürzte Variante liefen und zogen das Tempo noch einmal leicht an.

Nach 1:21,07h waren wir wieder am Parkhaus angekommen. Das bedeutet Bestzeit im Winter, besonders auf  verschneitem Boden. Die zweite Hälfte waren wir dabei um 2:03min schneller gelaufen. Meine Beine und die Atmung blieben bis zum Schluß relativ locker, nur an meiner Pulskurve sieht man meine progressive Belastung. Marcel blieb für sich im oberen GA1 Bereich, ich persönlich befand mich im GA2 Bereich. Hier die Strecke und meine Daten.

Danach hatte ich eigentlich noch ein lockeres Schwimmprogamm auf meiner Tagesordnung, doch leichte Erfrierungen die ich im warmen Babybecken noch kompensieren konnte, ließen keine Koordination mehr in meinen Bewegungen zu, so daß ich schweren Herzens nach einer viertel Stunde heißen Duschens wieder nach Hause fuhr.

Das mit der Schwimmeinheit wir morgen nachgeholt, nachdem ich eine Krafteinheit und 1½h Spinbike absolviert habe.

Guter Ersatz

Marco war heute in Sachen Sportartikelberatung auf der ISPO 2010 in München und deshalb brauchten wir  einen würdigen Vertreter für seinen Spiningkurs, der in Christian Meidhof schnell gefunden wurde. Mit guten Krauftausdauerintervallen die bis zu 16min lang waren heizte Christian uns kräftig ein und nach 1h hatte ich mehr als 750kcal verbrannt. Mit Pulswerten von 130-180 bpm war ich voll dabei und hatte somit wieder ein ausgezeichnetes Radtraining zu verbuchen.

Davor hatte ich aber schon ein sehr gutes Kraftzirkeltraining absolviert, bei dem ich unter anderem an der Beinpresse eine neue Bestmarke von 300kg + Schlitten erzielen konnte. Dank meiner neuen Nahrungsergänzung ist sicherlich noch eine Steigerung im Bereich des Möglichen.

Die härteste Einheit hatte ich aber schon am frühen Nachmittag mit Marcel, der sich für uns eine schöne Schwimmeinheit ausgedacht hatte.

  • 300m Einschwimmen
  • 4×100m Technik
  • 8×100m mit Paddles im Wechsel 1:30/1:40min bei 2:00min ab
  • 300m locker
  • 3×400m mit Pullboey 6:48/6:42/6:43min
  • 6×50m 50-55sek bei 1:00min ab
  • 200m Ausschwimmen

Danach dachte ich eigentlich schon an einen ausgedehnten Mittagsschlaf, aber daraus wurde ja dann doch nichts, wie ich schon im ersten Teil meines Berichts geschildert habe.

Morgen habe ich einen langen Arbeitstag mit anschließender Sitzung und Wocheneinkauf. Da werde ich dann hoffentlich gerade noch rechtzeitig zum Dienstag Lauftreff kommen und anschließend im Hallenbad ausbaden gehen.

Sport am Sonntag

Viel Sport für einen Sonntag im Februar, aber fleissig ernährt sich das Eichhörnchen – oder so. Am Anfang stand  jedenfalls ein schönes Lauftraining mit Marcel und Marco. Damit sich etwas Zeit einsparen ließ, trafen wir uns gleich am Studio und liefen von dort aus über Schweinheim in den Obernauer Wald. Dort war dann schönes Eislaufen angesagt, denn im Gegensatz zu den trockenen Straßen lag hier noch ein dicker Eispanzer über den Wegen.

Nachdem wir das Waldstück hinter uns gebracht hatten, war auch wieder ein rhythmisches Laufen möglich und wir konnten sogar die geplanten kurzen Antritte einstreuen. Nach knapp 18km kamen wir wieder beim Studio an. Hier die Strecke. Hier meine Daten.

Im Anschluß war eigentlich Gymnastik und Stretching angesagt, aber Marco musste passen und so war mein Weg frei für einen weiteren Kraftausdauerzirkel, heute aber mit weniger Gewicht aber deutlich mehr Durchgängen. Nach 1½h hatte ich genug Stahl gestemmt und konnte zufrieden nach Hause fahren.

Nach einem gemütlichen Nachmittag und einem schönen Spaziergang mit meiner Frau schloß ich meinen Sport am Sonntag mit einem Schwimtraining im Aschaffenburger Hallenbad ab. Mit 10×100m im GA2 Bereich und 2×500m im GA1 Bereich war ich am Ende alleine im Becken und hatte freie Bahn.

Morgen habe ich einen Urlaubstag, also unendlich viel Zeit zum Training. Außerdem stehe ich am Beginn meiner zweiten Belastungswoche, also freie Fahrt. Wenn die Straßen trocken sind ist vieleicht sogar eine Radeinheit im Freien im Bereich des Möglichen.