Windige Verhältnisse

135km – 1256Hm – 4:50,46h – 5126kcal – 28,6km/h (Ø) – 55,6km/h (max) – 125bpm (Ø) – 169bpm (max). Das sind die nackten Fakten, die mir mein Garmin nach meiner heutigen Radtour ausrechnete. Was aber zwischen den Zahlen steckt, kann man nur erahnen oder man war heute ebenfalls mit seinem Rennrad unterwegs gewesen.

Ich hatte zuerst einen Frühdienst im Klinikum zu bewältigen und kam so erst am frühen Nachmittag zu meinem Trainingsprogramm. Eigentlich waren 3h Radtraining mit 4x15min Intervalle und anschließend eine lockere Schwimmeinheit geplant. Doch die mäßigen Wetterporgnosen ließen mich wieder zu meinem Schlechtwetterrad (Felt) greifen und der heftige Wind machte ein effektives Intervallfahren auch schnell zu nichte.

So entschloss ich eine ruhigere GA1 Einheit von 4h zu fahren, da ich um 20:30 Uhr noch zum Schwimmtraining wollte. Die ersten Kilometer verliefen noch recht gut, da ich ganz am Anfang noch leichten Schiebewind hatte. Aber nachdem ich das Wasserwerk (5km) passiert hatte, begann schon das Desaster, den eine frische, steife Brise baute sich vor mir auf und verließ mich nicht mehr auf meinen kommenden 130km.

Immer wenn ich dachte, nach dem nächsten Richtungswechsel müsste auch eine Besserung des massiven Gegenwinds erfolgen, kam die Entäuschung. Ob in Richtung Amorbach, wo ich meinen Bäckereibesuch einschob oder hoch nach Watterbach, der Wind macht mir das Leben nicht einfach und um überhaupt vorwärts zu kommen, musste ich schon kräftig in die Pedalen steigen. Dadurch wurde mein Training schnell zu einer Kaftausdauereinheit. 

So wählte ich auf dem Rückweg nicht die flache Alternative auf dem Radweg entlang des Mains, sondern nahm den Anstieg hoch nach Vielbrunn und fuhr danach in Richtung Höchst. Auch hier das gleiche Spiel, Wind so weit das Auge reicht und dieser hier auch noch recht kühl. Nach dem Stich hoch nach Vielbrunn zog ich mir deshalb meine Windjacke über, um in der Abfahrt nicht zu erfrieren. 

Allmählich merkte ich auch, daß ich mich in meiner Zeit verschätzt hatte und meine Einheit eher in Richtung 5h tendierte. Das einzige was konstant blieb war der heftige Gegenwind, der mir langsam die Körner aus den Beinen zog. Da mir die Straßen heute zu unsicher waren, wählte ich wo immer es ging die Alternative Radweg.

Die Krönung kam dann kurz vor Kleinwallstadt, als sich erste Regentropen auf meinem Lenker abzeichneten. Nicht auch noch das, Wind, immer nur Wind und am Ende auch noch Regen, verdrecktes Rad und noch mehr Kälte. Um dem zu entkommen gab ich noch einmal richtig Gas und flog für eine halbe Stunde über den Asphalt. Dabei stieg dann auch mein Puls an und mir wurde wieder richtig warm.

Die Regentropfen hielten sich in Grenzen und so kam ich doch noch trockenen Fußes nach Hause. Die Schwimmeinheit ließ ich dann aber doch wegfallen zu Gunsten meiner Regeneration. Hier die Strecke.

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